Eindrucksvolles Zisterzienserkloster

Kloster und Schloss Salem

Kloster und Schloss Salem; Foto: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, Achim Mende
Vom Kräutergarten zur barocken Anlage

Der Garten

Die Gärten der Salemer Abtei zeichnen sich durch ihre Vielfältigkeit aus: Neben der weitläufigen Parklandschaft mit ihrem wertvollen und exotischen Baumbestand lädt der repräsentative Hofgarten mit seinen Blumenbeeten und Buchslabyrinthen zum Spaziergang ein.

Außenansicht des unteren Tors mit Apotheke; Foto: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, Urheber unbekannt

Das Untere Tor ist noch heute Hofapotheke.

„Der Abbtey Lust-, Baum und Kuchelgarten“

An der Stelle des heutigen Hofgartens lag der „Kuchelgarten“, der die Klosterküche mit Nutzpflanzen und die klostereigene Apotheke mit Heilkräutern belieferte. Auf den klösterlichen Obstplantagen züchteten die Mönche neue Sorten. Dazu gehört der „Salemer Klosterapfel“, der im November reif wird. Die Zisterzienser erwarben sogar Setzlinge aus dem Ausland: So wurden im Jahr 1777 fast 1000 neue Obstbäume gepflanzt, darunter Aprikosen und Kirschen. 

Hofgarten von Kloster und Schloss Salem; Foto: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, Achim Mende

Der Hofgarten mit barockem Vorbild.

Vom Küchengarten zum Barocken Labyrinth

Im Barock ließen die Äbte repräsentative Gärten französischen Stils anlegen, unterteilt in Nutz- und Ziergärten. Der prächtige Formengarten mit symmetrischen Kieselwegen, Blumenparterres und Heckenlabyrinthen, entstanden in den 1990er-Jahren, erinnert an dieses barocke Vorbild. Weitere Nutzflächen wurden im 19. Jahrhundert zu Parklandschaften im englischen Stil umgewandelt, davon zeugen heute noch alte und seltene Baumarten wie Zedern, Zypressen und Ginkgos. 

Hier wurde der Wein gepresst: die Torkel; Foto: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, Birgit Rückert

Hier wurde der Wein gepresst: die Torkel

Weingärten mit alter Tradition

Im milden Klima des Bodensees hat der Weinbau jahrhundertealte Tradition. Die Abtei von Salem kam bereits im Jahr 1134, kurz nach ihrer Gründung, in den Besitz eines Weinberges. Nur wenige Jahrzehnte später erwarben die Mönche weitere Anbaugebiete in bester Lage am See und im Hinterland. Nach der Lese wurden die Trauben im sogenannten Torkel gepresst und reiften im Prälaturkeller zu edlen Weinen heran. Noch heute kann man die Weinpresse besichtigen und ausgewählte Tropfen probieren. 

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