Botanischen Garten Karlsruhe, Blatt eines Ginkos

Von fernen WeltenDie Exoten

Im 19. Jahrhundert entstand in Salem eine Parklandschaft. Unter den neu angepflanzten Bäumen befanden sich auch zahlreiche Exoten. Einige davon sind heute noch zu bewundern wie Mammutbäume, Zedern, Thuja und Ginkos. Im Plan des Dendrologischen Rundgangs sind sie mit goldenen Nummern auf weißem Hintergrund gekennzeichnet. Im Gelände kann man sie an der „roten Ananas“ auf der Plakette erkennen.

EXOTISCHE BÄUME IM HOFGARTEN

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Kloster und Schloss Salem, Urweltmammutbaum

1 = Urweltmammutbaum (goldene Zahl auf weißem Grund)

Heimat: China | Pflanzjahr: 1990

Diese Baumart gilt als „lebendes Fossil“, da sie erst 1941 in China entdeckt wurde. Bis dahin war der Baum nur durch Fossilienfunde bekannt.

Kloster und Schloss Salem, Ginko

2a = Ginko (Fächerblattbaum) (goldene Zahl auf weißem Grund)

Heimat: China, Korea, Japan | Pflanzjahr: 1820

Der Ginko war in Urzeiten ein Nadelbaum, dessen Nadeln dann aber zu Blättern zusammengewachsen sind. Der Ginko kam etwa um 1730 nach Europa, als niederländische Seefahrer ihn aus Japan mitbrachten.

EXOTISCHE BÄUME VOR PRÄLATUR UND MÜNSTER

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Kloster und Schloss Salem, Thuja

3 = Thuja (Riesenlebensbaum) (goldene Zahl auf weißem Grund)

Heimat: Nordamerika | Pflanzjahr: 1850

Die Thuja gehört zur Familie der Zypressen. Sie ist als Zierpflanze beliebt, wird aber auch in der Naturheilkunde zur Behandlung von Warzen verwendet.

Kloster und Schloss Salem, Tulpenbaum

4 = Tulpenbaum (goldene Zahl auf weißem Grund)

Heimat: Nordamerika | Pflanzjahr: 1900

Im Jahr 1673 kam der Tulpenbaum über England auf das europäische Festland, wo er als Zierbaum gepflanzt wurde. In Nordamerika spielt er heute in der Herstellung von Papier und Zellstoff eine Rolle.

Kloster und Schloss Salem, Götterbaum

5 = Götterbaum (goldene Zahl auf weissem Grund)

Heimat: China | Pflanzjahr: 1930

Die erste Götterbaumpflanze brachte der Jesuit Pierre Nicolas d´Incarville 1740 nach Paris mit. In Europa wurde sie vor allem als Zierpflanze genutzt; in China dienen die Blätter zur Fütterung der Götterbaumspinner (Seidenspinnerraupe). Aber auch zur Honiggewinnung („Götterbaumhonig“) kann der Baum genutzt werden.

EXOTISCHE BÄUME RUND UM DIE KLOSTERSCHULE

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Kloster und Schloss Salem, Japanischer Schnurbaum

6a = Japanischer Schnurbaum (goldene Zahl auf weissem Grund)

Heimat: Japan, Korea, China | Pflanzjahr: 1950

Dieser Baum wird gerne als Zierpflanze und als Nährpflanze für Bienen kultiviert. Darüber hinaus werden die Blüten in China als Würzung für Gerichte und Tee sowie in der traditionellen Medizin verwendet.

Kloster und Schloss Salem, Japanischer Schnurbaum

6b = Japanischer Schnurbaum (goldene Zahl auf weissem Grund)

Heimat: Japan; Korea, China | Pflanzjahr: 1975

Andere geläufige Namen für diesen Baum sind: Perlschnurbaum, Honigbaum oder auch Pagodenbaum. Er hat eine extrem hohe Toleranz gegenüber Hitze und Trockenheit und eignet sich daher für ein Stadtklima.

Kloster und Schloss Salem, Katsurabaum

7 = Katsurabaum (Lebkuchenbaum) (goldene Zahl auf weissem Grund)

Heimat: Japan| Pflanzjahr: 1975

Der Lebkuchenbaum hat seinen Namen von dem Duft seines Laubes nach Zimt und Karamell im Herbst.