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Eindrucksvolles Zisterzienserkloster

Kloster und Schloss Salem

Erlebnistag im Kloster 2019, Über Grenzen hinweg; Illustration: JUNG:Kommunikation
Aktionstag für Familien am 13. Oktober 2019

Erlebnistag im Kloster

Am 13. Oktober ist es soweit: Zahlreiche mittelalterliche und barocke Klöster der Staatlichen Schlösser und Gärten Baden-Württemberg und das Kloster Bronnbach öffnen am Erlebnistag im Kloster ihre Pforten und locken mit einem umfangreichen Programm für die ganze Familie zum Thema „Über Grenzen hinweg“.

Kloster und Schloss Salem, Außenaufnahme; Foto: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, Achim Mende

Ein außergewöhnliches Ensemble.

Das Alltagsleben im Kloster wird lebendig

Der diesjährige Erlebnistag im Kloster steht unter dem Motto „Über Grenzen hinweg“. Passend zum Themenjahr bieten die mittelalterlichen und barocken Klöster der Staatlichen Schlösser und Gärten Baden-Württemberg am 13. Oktober 2019 ein Event für Familien mit abwechslungsreichem Programm. In Kloster und Schloss Salem kann man Bernhard von Clairvaux kennenlernen oder sich auf die Spuren der weißen Mönche begeben.

Kloster Maulbronn, Stiftungstafel um 1450, Zisterzienser beim Bau der Kirche; Foto: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, Arnim Weischer

Zisterzienser beim Bau der Klosterkirche in Maulbronn.

Ein Erlebnis für Groß und Klein

Unter dem Motto „Über Grenzen hinweg“ gibt es viel zu entdecken: Wie haben die Mönche gelebt? Wie oft haben sie gebetet? Was verbindet die Klöster mit Frankreich? Beim Erlebnistag im Kloster können Besucher in die Welt der Mönche eintauchen und deren Alltag im Kloster kennenlernen. Ob eine barocke Klosteranlage oder eine romantische Klosterruine, ob streng mittelalterliche Kammern oder prächtige Festsäle – die Bandbreite an Eindrücken ist groß.

Kloster und Schloss Salem, Innen, Bernhardusgang; Foto: Hermann Böhne
Kloster und Schloss Salem, Außenaufnahme; Foto: Hermann Böhne

Die Gemälde von Andreas Brugger zeigen Szenen aus dem Leben des Ordensgründers Bernhard von Clairvaux.

Informationen und Programm in Kloster und Schloss Salem

Termin

Sonntag, 13. Oktober 2019

Veranstaltungsort

Kloster und Schloss Salem
88682 Salem

Eintritt

Tagespreis inklusive Eintritt, Führungen und Konzert
Erwachsene 11,00 €
Ermäßigte 4,50 €
Teilnahme an mehreren Führungen möglich. Ausnahme: Führung „Weingeschichten“, Erwachsene 13,50 €

Information

Kloster und Schloss Salem
88682 Salem

Programm

Das Programm am Erlebnistag im Kloster und Schloss Salem zum herunterladen.

Weingeschichten

11.00 – 12.00 Uhr

Auf einem Rundgang durch Weinkeller, Kloster mit Speisesaal der Mönche, Kreuzgang und Münster werden drei ausgewählte Weine zur Verkostung angeboten. Das Ganze wird mit spannenden Geschichten zur Salemer Weinkultur garniert.
Treffpunkt: Eingangspavillon Kloster und Schloss Salem

Anregungen aus Frankreich

11.00 – 12.00 Uhr

Gotik und Klassizismus: Beide Stile sind in Frankreich entstanden und haben Epochen geprägt. Der Zisterzienserorden spielte bei ihrer Verbreitung in Europa eine wichtige Rolle. Das um 1285 begonnene Münster ist die erste vollständig im gotischen Stil errichtete Kirche der Bodensee-Region. Auch die einzigartige klassizistische Ausstattung des Münsters ab den 1770er-Jahren ist von künstlerischen Anregungen aus Frankreich beeinflusst.
Treffpunkt: Eingangspavillon Kloster und Schloss Salem

Bernhard von Clairvaux

12.00 – 13.00 Uhr

Der Zisterzienser Bernhard von Clairvaux gilt als einer der großen Kirchenlehrer und geistlich prägende Gestalt des Mittelalters. Kloster Salem ist noch zu Lebzeiten des heiligen Bernhard gegründet worden. Seine Reisen führten Bernhard auch nach Konstanz, möglicherweise konnte er Salem selbst besuchen. Im Andenken an ihr großes Vorbild widmeten die Salemer Mönche einen Teil des Kreuzgangs dem Heiligen. Die Bilder von Andreas Brugger erzählen Ereignisse aus seinem Leben. In der Führung durch das Münster, Refektorium und Kreuzgang werden Bernhards Leben, seine religiösen Anschauungen, aber auch Aspekte des Zisterzienser­ordens beleuchtet.
Treffpunkt: Eingangspavillon Kloster und Schloss Salem

Abt Anselm, die Orgel und der Wein

12.30 – 13.30 Uhr

Der in Dijon ansässige Orgelbauer Karl Joseph Riepp, 1710 bei Ottobeuren geboren, schuf im 18. Jahrhundert für das Salemer Münster eine monumentale Orgelanlage. Sie verdankt ihre Entstehung dem Zusammentreffen von Meister Riepp und dem Salemer Reichsprälaten Abt Anselm II. Riepp, der sich zudem mit dem Titel „Weinhändler des französischen Königs“ schmückte, belieferte den Salemer Abt nicht nur mit kostbarem Wein, sondern auch mit Rebstecklingen aus dem Burgund. Aus der Freundschaft dieser beiden Persönlichkeiten entwickelten sich nicht nur ein schwungvoller internationaler Weinhandel zwischen Dijon, Salem und Ottobeuren, sondern auch geistliche, politische und künstlerische Beziehungen zwischen Oberschwaben und Frankreich.
Treffpunkt: Eingangspavillon Kloster und Schloss Salem

Salemer Lebenswelten

13.00 – 14.30 Uhr
15.30 – 17.00 Uhr

In der Ordenstracht der Zisterzienser führt ein „Mönch“ durch die ehemalige Reichsabtei Salem. Er vermittelt dabei die Lebenswelt der Salemer Zisterzienser aus einer etwas anderen Perspektive. Unter dem Leitsatz „ora et labora“ und unter Verzicht auf persönlichen Besitz führten die Mönche das Kloster zu wirtschaftlichem Erfolg und Reichtum. Die Führung gewährt Einblicke in das klösterliche Leben zwischen Gebet und Askese, Macht und Repräsentation.
Treffpunkt: Eingangspavillon Kloster und Schloss Salem

Der Abbtey Lust-, Baum- und Kuchelgarten

13.30 – 14.30 Uhr

Der Garten als verlorengegangenes Paradies oder als Sinnbild für die jungfräuliche Gottesmutter? Klöster waren seit dem Mittelalter die Bewahrer der Gartenkultur in Europa. Schon der St. Galler Klosterplan sieht unterschiedliche Gärten vor: Neben Nutzgärten gab es auch Ziergärten, die der Erholung und Meditation dienten. So auch im Kloster Salem! Die Führung erläutert zudem den Wandel der Klostergärten hin zum Landschaftspark mit exotischem Baumbestand.
Treffpunkt: Eingangspavillon Kloster und Schloss Salem

Ein Künstler der besonderen Art: Johann Georg Dirr

14.00 – 15.00 Uhr

Die prachtvolle Architektur und Ausstattung des Klosters erzählen von der einstigen herausragenden Stellung der ehemaligen Reichsabtei und dem Kunstverständnis der Äbte im 18. Jahrhundert. Hierfür beauftragten sie renommierte Künstler – so etwa den Bildhauer und Stuckateur Johann Georg Dirr, auf dessen Spuren sich die Sonderführung begibt. Von ihm stammt ein Großteil der Alabaster-Ausstattung des Salemer Münsters, die von seinem Schwiegersohn Johann Georg Wieland im Stil des Klassizismus vollendet wurde – ebenso stammen die kunst- und fantasievollen Stuckaturen in den Empfangsräumen des Abtes in der Prälatur von Dirr!
Treffpunkt: Eingangspavillon Kloster und Schloss Salem

Zwischen Askese und barocker Repräsentation

14.30 – 16.00 Uhr

Abt Anselm II. war eine der schillerndsten Persönlichkeiten unter Salems Äbten: frommer Reichsprälat, Diplomat in kaiserlichen Diensten, strenger Landesherr mit absolutistischem Machtwillen. Als Freund und Förderer von Musik, Kunst und Künstlern setzte er ambitioniert ganz neue Maßstäbe. Der Sohn Füssener Kaufleute galt zudem als Finanzgenie und führte das Kloster im 18. Jahrhundert zu einer wirtschaftlichen Blüte.
Treffpunkt: Eingangspavillon Kloster und Schloss Salem

Auf den Spuren der weißen Mönche

15.00 – 16.00 Uhr

Auf der Entdeckungstour durch das ehemalige Kloster erfahren Kinder im „Mönchsgewand“, wie die Zisterzienser einst lebten. Warum lebten Menschen im Kloster? Wo beteten die Mönche? Was arbeiteten sie? Was kochte man in der Klosterküche? Was zogen die Mönche an, um nicht zu frieren? Die Tour führt durch das Münster mit Chorgestühl, den Bernhardusgang und das Refektorium, den Speisesaal der Mönche.
Treffpunkt: Klostermuseum

Dachstuhlführung

15.00 – 16.00 Uhr

Enorme Flächen überspannt der Dachstuhl einer mittelalterlichen Kirche und nichts als hölzerne Balken bilden die weit tragende Konstruktion. Der Dachstuhl des Salemer Münsters wurde um 1300 aufgeschlagen – und er ist bis heute fast vollständig erhalten, sogar mit einem Teil der originalen Ziegel. Der Gang durch den Wald der hölzernen Stützen und Dachsparren ist enorm eindrucksvoll. Original sind auch die barocken Glocken des Münsters, sechs von einst 16, damals das größte Geläut überhaupt – auch das ist eine technische Rarität.
Treffpunkt: Eingangspavillon Kloster und Schloss Salem

Wasser marsch! 300 Jahre Feuerwehrgeschichte

16.00 – 17.00 Uhr

Weitblick zeigten die Mönche in Salem, als sie nach dem großen Brand von 1697 beim Klosterneubau eine Feuerwache einplanten und zwei große Feuerspritzen kauften. Heute sind die barocken Stücke Teil der Sammlung des Salemer Feuerwehrmuseums. Die Führung erzählt die Geschichte der Löschtechnik vom späten Mittelalter bis heute – mit besonderem Augenmerk auf die bahnbrechenden Erfindungen durch die Pioniere des Feuerwehrwesens.
Treffpunkt: Eingangspavillon Kloster und Schloss Salem

Konzert im Münster

17.00 – 18.30 Uhr
Psalmodia – Ein großer Wechselgesang der Zeiten
16.00 Uhr: Konzerteinführung im Betsaal

Mittelalterliche Vokalmusik (aus originalen Handschriften) im Dialog mit Improvisationen und Kompositionen, Jazz und Neuer Musik: ein Wechselgesang über die Jahrhunderte hinweg. Vokalensemle: VOX NOSTRA; Tenor und musikalische Leitung: Burkard Wehner; Sopran: Winnie Brückner; Altus: Philipp Cieselwicz; E-Gitarre: Kalle Kalima; Orgel: Andreas Behrendt; Gesang: Andreas Schaerer

Weitere Veranstaltungen im Rahmen des Erlebnistags im Kloster

Aktionstag für Familien am 13. Oktober 2019