Blick ins Feuerwehrmuseum in Kloster und Schloss Salem

Was tun, wenn's brennt?

Das Feuerwehrmuseum

1697 zerstörte ein Großbrand die Gebäude von Kloster Salem. Die Konsequenz: Nach dem Unglück wurde in der Prälatur eine Feuerwache eingerichtet, die noch heute besichtigt werden kann. Im Feuerwehrmuseum erfahren die Besucher, wie in früheren Jahrhunderten Brände verhindert und gelöscht wurden.

Historische Feuerwehrspritze; Foto: Birgit Rückert

Eine Feuerwehrspritze von damals.

Feuerspritzen und Löschwagen

Dass ein ehemaliges Kloster mit einem Feuerwehrmuseum aufwarten kann, gehört zu den Besonderheiten von Salem. Während die Feuerspritzengarage mit den originalen Löschwagen der Zisterzienser am historischen Ort, in der Prälatur unterhalb der Prunktreppe, zu bestaunen ist, befindet sich das Feuerwehrmuseum in einem Landwirtschaftsgebäude vis-à-vis des Sennhofs. Hier gewinnen Besucher einen Überblick über die breite Palette von Brandschutzmaßnahmen bis in die heutige Zeit.

Präsentation für Laien und Fachleute

Vier Jahrhunderte Löschtechnik werden anhand von Spritzen, Modellen und Geräten dargestellt. Die thematische Anordnung der Exponate vereint Feuerwehrgeschichte mit Firmengeschichte in Südwestdeutschland. Es kommen auch Pioniere der Brandschutzgeschichte zu Wort, wie Karl Wilhelm Kurtz, der Erbauer des ersten schnelllaufenden Benzinmotors. Das zweite Obergeschoss widmet sich weiteren Bereichen des Feuerwehrwesens: der Alarmierung, den Uniformen und der Geräteentwicklung – vom Schlauch bis zur Atemmaske.

Besondere Angebote für Kinder

Kinder erwartet im klösterlichen Feuerwehrmuseum ein spannendes Angebot, bei dem sie eine Menge über die Entstehung, Verhütung und Bekämpfung von Bränden erfahren. Klar, dass Löschwasser dabei eine große Rolle spielt. Die Ausstellung klärt auch darüber auf, welche Funktion der große Wasserkanal der Klosteranlage für die Feuerwache hatte und wie das Wasser in die Feuerspritzen kam. Ein Audioguide mit Einspielungen für Erwachsene und Kinder hilft bei der Erschließung des Feuerwehrmuseums.

Museumscafé und Abenteuerspielplatz im Außenbereich

Das auf einer Anhöhe gelegene Feuerwehrmuseum nahe des Oberen Tors befindet sich auf einem Areal, das früher landwirtschaftlich genutzt wurde. Heute kann man den Blick auf die Klosteranlage in herrlicher Natur von der Terrasse des Museumscafés genießen.

Luftansicht Salem

Blick auf die Klosteranlage.

Ein Besuchermagnet in Deutschland

Das Feuerwehrmuseum Salem zählt zu den bedeutendsten seiner Art in Deutschland. Den Grundstock bildete eine Sammlung des Markgrafen von Baden, die 1976 im Prälaturgebäude als Museum etabliert wurde. Im Lauf der Zeit haben Feuerwehren immer wieder historische Spritzen und andere alte feuerwehrtechnische Utensilien dem Salemer Museum anvertraut – die Sammlung hat inzwischen rund 2000 Objekte. Mit der Neueröffnung 2014 können die attraktivsten Objekte großzügig auf 800 Quadratmetern Fläche zeitgemäß präsentiert werden.


Service

Mit Audioguide ist das Feuerwehrmuseum und das Klostergelände zu erkunden, die Innenräume von Kloster und Schloss Salem sind weiterhin im Rahmen von regelmäßigen Führungen zu besichtigen. Dafür ist keine Anmeldung erforderlich.

Zusätzlich werden von den Staatlichen Schlössern und Gärten Baden-Württemberg Sonderführungen angeboten.

Öffnungszeiten
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