Eindrucksvolles Zisterzienserkloster

Kloster und Schloss Salem

Die grösste Zisterzienserkirche weit und breit

Das Münster

1285 begonnen, ist das Münster Salem nach Ulm und Freiburg der drittgrößte gotische Kirchenbau in Baden-Württemberg. 300 Mönche und Laienbrüder fanden in der 1414 geweihten Klosterkirche Platz. Im Inneren überrascht den Besucher die ganze Pracht der späten Klosterjahre.

Im Münster von Kloster und Schloss Salem; Foto: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, Achim Mende

Die drittgrößte gotische Kirche im Bundesland.

Schlicht und mächtig: die Architektur

Imposant erhebt sich das 20 Meter hohe Kirchengebäude auf schlichtem, rechteckigem Grundriss. Ganz im Sinne der Ordensregeln präsentiert sich der Bau bis auf das Maßwerk der Kirchenfenster und die charakteristischen Harfengiebel auf allen vier Seiten schmucklos. Im Inneren führt eine dichte Folge von Bögen und Pfeilern auf die zentrale Vierung zu, wo von allen Seiten gut sichtbar der Hochaltar steht.

Maßwerkfenster „Salemer Blase“ im Münster von Kloster und Schloss Salem; Foto: Hermann Böhne

Für hohen Besuch gab es eine Empore.

Platz für Mönche, Laienbrüder und hohe Gäste

Das Hauptportal des Münsters befand sich ursprünglich an der Nordseite, darüber ein hohes Maßwerkfenster mit einer mandelförmigen Rose, der „Salemer Blase“. Dahinter war eine Empore angebracht, von der aus hohe Gäste, wie sie das Kloster häufig besuchten, die Messe verfolgten. Die Mönche kamen von gegenüber, wo das Dormitorium, der Schlafsaal, lag. Den Laienbrüdern war nur ein Teil des Langhauses zugänglich. Das Chorgestühl aus Nussbaumholz stammt von Joseph Anton Feuchtmayer.

Detail im Münster von Kloster und Schloss Salem; Foto: Hermann Böhne

Ein bedeutendes Skulpturenensemble.

Späte Pracht: Alabaster und 27 Altäre

Alabaster, helle Farben und Gold bestimmen den Eindruck der Klosterkirche. Abt Anselm II. Schwab gab 1773 den Auftrag zur Rundum-Erneuerung. Johann Georg Dirr schuf das bedeutendste Altar- und Skulpturenensemble seiner Zeit in Süddeutschland. Vier Standbilder an den Pfeilern erinnern an Äbte, Stifter und Ordensgründer. Aus älterer Zeit stammen noch das Sakramentshaus, Apostelfiguren im Langhaus sowie die Deckengemälde im Chor von Franz Joseph Spiegler.

Besucher bestaunen die Münster-Pracht.

Die grösste Orgel ihrer Zeit

Die vierteilige Orgelanlage von Karl Joseph Riepp entstand zwischen 1766 und 1774. Es waren 134 Register und 7.680 Pfeifen, die in allen vier Orgeln, der Dreifaltigkeitsorgel auf der Westempore, der Liebfrauenorgel auf der Südempore, der Tabernakelorgel auf der Nordempore und der Chororgel im Chorgestühl zusammenklingen konnten. Die prächtigen Prospekte der drei großen Orgeln, fertigten Joseph Anton Feuchtmayer, Johann Georg Dirr und Johann Georg Wieland. Heute ist der Prospekt der Dreifaltigkeitsorgel erhalten, dahinter verbirgt sich eine romantische Orgel von 1901.

TIPP

Die große Dreifaltigkeitsorgel ist ein besonderes Schmuckstück, das immer wieder Organisten aus der ganzen Welt in ihren Bann zieht. Erleben Sie die Salemer Orgel regelmäßig bei Gottesdiensten, Orgelpräsentationen und im Rahmen der Salemer Münsterkonzerte.

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