Eindrucksvolles Zisterzienserkloster

Kloster und Schloss Salem

Majestätisch und prunkvoll

Der Kaisersaal

Der majestätische Kaisersaal zeigt, dass die Salemer Äbte des 18. Jahrhunderts es an Repräsentation und Glanz mit anderen geistlichen und weltlichen Fürsten aufzunehmen gedachten: Der repräsentative Festsaal ist das Prunkstück der Prälatur.

Detailansicht Kaisersaal im Kloster und Schloss Salem; Foto: Ulrich Knapp

16 Kaiserstatuen schützen den Saal.

Kaiser und Päpste aus der Geschichte Salems

Abt Stephan I. Jung gab die Ausstattung 1708 in Auftrag, Franz Joseph Feuchtmayer fertigte die überaus reiche Stuckausstattung des lichten, weiten Saals. 16 überlebensgroße Kaiserstatuen verweisen auf den Schutz der höchsten Herrscher. Die Reihe beginnt mit Lothar III., der zur Zeit der Klostergründung Kaiser gewesen war. Der Stauferkönig Konrad III. hatte Salem 1142 zur Reichsabtei erhoben. Über den Fenstern sind die Büsten von Päpsten zu sehen, die dem Kloster wichtige Privilegien verliehen hatten.

Huldigung an Kaiser Karl VI.

Auch den Kaisern seiner Zeit erwies Abt Stephan seine Hochachtung. Von Karl VI., der ihm bei seiner Kaiserkrönung in Frankfurt 1711 zuerst Audienz gewährt hatte, ließ er ein Porträt anfertigen: Das Gemälde, ein frühes Werk des Konstanzer Malers Jakob Carl Stauder, zeigt den Kaiser hoch zu Ross – die gleiche Pose wie die auf dem Porträt seines Vorgängers Joseph I., das gleich gegenüber hängt. Dieses Gemälde stammt vom Vater des Künstlers, Franz Carl Stauder.

Detail im Kaisersaal von Kloster und Schloss Salem; Foto: Dr. Urlich Knapp

Wanddetail des Kaisersaals.

Detailreiches Bildprogramm

Vier Figurengruppen über den Portalen im Kaisersaal bieten ein besonderes Bildprogramm, das sich von den Residenzen weltlicher Fürsten unterscheidet. Sie verkörpern die Sinnlosigkeit des Krieges, die friedliche Herrschaft, das weltliche Regiment, das den Frieden garantieren soll, sowie die Herrschaft der Kirche. Die Deckengemälde zeigen biblische Motive: Daniel in der Löwengrube, das Pfingstwunder und Elias im Feuerwagen.

Bewahrung eines einzigartigen Raumes

Die Mehrzahl der sieben Leinwandgemälde, darunter im Zentrum der Decke die vier mal sieben Meter große Darstellung des Pfingstwunders, stammt von Franz Carl Stauder. Fünf Jahre brauchte er, um sein Werk zu vollenden: von 1708 bis 1713. Das Deckengemälde gehörte zu den ersten Werken, die das Land nach Erwerb des Schlosses 2009 restaurieren ließ. In insgesamt zweijähriger Arbeit wurde der Kaisersaal behutsam instand gesetzt: Der reiche Stuck, die Farben und Goldfassungen erstrahlen wieder in altem Glanz.

Zwei Jahre lang wurde der Kaisersaal restauriert.

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